Werk

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WAGNER Wolfram

Fantasie für Orgel

Erscheinungsdatum
2008
Besetzung
Orgel solo
Dauer
18'
Bestell-Nr.
02 477

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Beschreibung

Wie ein großes Netz zieht sich eine harmonisch-metrische Konstruktion über das ganze Stück, vom ersten hohen Ton bis zu dem Moment, in dem sich alle Linien nach ständiger spiralenförmiger Beschleunigung in der leeren Quint treffen. Der Satz ist durchaus symphonisch angelegt und zeigt sowohl verhaltene als auch motorisch drängende Passagen, die in ihren großräumig angelegten Steigerungen hohe Virtuosität erfordern. (W. Wagner)

Rezension

Wolfram Wagner gemahnt in seiner Fantasie durch eine bewegte Klangfläche in höchster Lage anfänglich an minimalistische Techniken, doch bald wird das klangliche Geschehen durch dramatisch wirkende Teile von geradezu perkussiver Intensität abgelöst, in denen intensive Spannung durch gegenläufige chromatische Abläufe in den Außenstimmen des akkordischen Geschehens erreicht wird. Wie die zwei klanglichen Schichten dieser Art im Stück zusammen geführt werden, verdeutlicht ein knapper „Bauplan“ des Komponisten, wobei auch die Proportionen der einzelnen Abschnitte veranschaulicht werden. Für den Interpreten soll das eine Hilfestellung sein, während sich der Hörer vielleicht eher an die leichter fasslichen Vorzüge des wirkungsvollen Stückes halten mag: Virtuosität, packende motorische Abläufe, dramatische Akkordballungen – eine durchaus anspruchsvolle Komposition.   (Hans Haselböck, SINGENDE KIRCHE Jg. 57, Heft 4/2010)